Satzung des „Gescher” e.V.

Satzung des „Gescher” e.V. , Verein zur interkulturellen

und interreligiösen Verständigung

Zuletzt geändert am 3. November 2013  Rottenburg.

 

Präambel

Die Arbeit des Vereins basiert auf der Förderung der interkulturellen und interreligiösen Toleranz. Der europäisch jüdische Dialog in Geschichte und Gegenwart, genießt dabei besondere Aufmerksamkeit.

 

In diesem Sinne gibt sich “Gescher” e.V. folgende Satzung: 

 

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen “Gescher .e.V.”

    Der Name Gescher ist die Transkription des hebräischen Wortes für Brücke.

2. Er hat seinen Sitz in Rottenburg und soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2 Ziele und Aufgaben des Vereins

1) Der Verein dient der Entwicklung und Förderung von interkultureller und interreligiöser Toleranz. Der europäisch-jüdische Dialog in Geschichte und Gegenwart genießt dabei eine besondere Aufmerksamkeit.

2) Der Verein fördert und fordert das jüdisch – deutsche und jüdisch – europäische Gespräch mit der Absicht gegenseitiges Wissen, Verständigung und Toleranz zu schaffen.

3) Der Verein legt insbesondere Wert auf die interkulturelle und interreligiöse Toleranz bei Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden. Hierfür strebt der Verein die Schaffung und Betreibung von Kindertagesstätten an. Diese sind interkulturell ausgerichtet, bieten aber außerhalb der regulären Betreuungs- und Öffnungszeiten ein zusätzliches Angebot für jüdische Kinder und/oder Kinder die am Judentum interessiert sind.

4) Der Verein arbeitet auch sozialwissenschaftlich und journalistisch. Dies könnte zum Beispiel sein:

- die Durchführung einer interdisziplinären Sprachwissenschaftlichen Konferenz zur

Diskursanalyse hinsichtlich Ausgrenzungs- und Antisemitismusmustern.

- die Befragung zuständiger Fachstellen, die mit bestimmten Bevölkerungsgruppen betraut

sind, die möglicherweise Opfer von Ausgrenzung sein können oder selber

Ausgrenzungsstrategien entwickeln

- die Auswertung der Medienlandschaft mit Hilfe sprachwissenschaftlicher Kriterien, die auf

Muster von Antisemitismus und Ausgrenzung hindeuten.

- journalistische Arbeit, die geeignet ist eine Plattform zu bieten für Veröffentlichungen und

Diskurse, die geeignet sind totalitäre und antisemitische Tendenzen, sei es in Randgruppen

oder in der Gesellschaft im Ganzen, sichtbar zu machen. Ferner den Diskurs darüber zu

ermöglichen, wie mit Ängsten und Bedrohungen, aber auch mit Ressentiments und

Vorurteilen umgegangen werden kann, um die Ebene des Dialogs zu ermöglichen.

- sozialhistorische Forschung über den Widerstand in Nationalsozialismus und Faschismus,

sowie um Strukturen der Entstehung von totalitären Systemen

oder vergleichbare Veranstaltungen und Arbeiten.

 

2. Der Verein erreicht seine Ziele insbesondere durch die

 - Schaffung und Erhaltung von Kindertagesstätten

 - Förderung von kulturellen und wissenschaftlichen Veranstaltungen und  

   Veröffentlichungen, die dem Vereinszweck in  Sinne der Präambel dienen.

dies kann sein:

eine Theater- oder Konzertveranstaltung, eine Literaturlesung, eine

Podiumsdiskussion oder eine Referat zu einem bestimmten Thema

oder vergleichbare Veranstaltungen

 

§ 3 Steuerbegünstigung

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige

Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung. Der

Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die

Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des

Vereins. Sie haben bei ihrem Ausscheiden keinerlei Ansprüche an das Vereinsvermögen.

Keine Person darf durch Ausgaben, die den Zwecken des Vereins fremd sind, oder durch

unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglieder können alle natürlichen und juristischen Personen werden, die die Ziele des Vereins unterstützen. Ein Verhalten, welches den Vereinszwecken zuwiderläuft kann zum Vereinsausschluss führen oder zur Nichtaufnahme in den Verein

2. Die Mitgliedschaft wird erworben durch eine Beitrittserklärung oder durch die Aufnahme durch den Vorstand. und/oder die Mitgliederversammlung.

3. Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand und ist ohne Frist mit sofortiger Wirkung möglich.

4. Ein Mitglied kann durch Beschluss des Vorstandes ausgeschlossen werden, wenn es den

Vereinszielen zuwider handelt,  oder seinen Verpflichtungen gegenüber dem Verein nicht

nachkommt. Gegen den Beschluss kann das Mitglied die Mitgliederversammlung anrufen.

Diese entscheidet endgültig. Das Mitglied ist zu der Versammlung einzuladen und anzuhören.

 

§ 5 Rechte und Pflichten der Mitglieder

1. Die Mitgliederversammlung erlässt eine Beitragsordnung, die die Höhe der jährlich zu

zahlenden Beiträge regelt.

Natürliche Personen zahlen einen anderen Mitgliedsbeitrag als juristische Personen. Über die Höhe entscheidet die Mitgliederversammlung.

Mitglieder des Vereins (natürliche und juristische Personen) haben das Recht auf Information über den Verein:

a)  durch die Mitgliederversammlung

b) auf Antrag durch die Teilnahme an Vorstandssitzungen

c) auf Antrag durch die Beantwortung konkreter Fragen.

 

Mitglieder haben das Recht auf Abstimmung in der Mitgliederversammlung. In den Ausschüssen soll nach Möglichkeit mittels eines Konsens entschieden werden. Anderenfalls ist die Mitgliederversammlung zu hören, die im Zweifel durch einfache Mehrheit entscheidet.

2. Fördermitglieder

Jede natürliche und juristische Person kann Fördermitglied werden, wenn sie die Vereinsziele und/oder seine Einrichtungen unterstützt.

Fördermitglieder haben kein Stimmrecht, müssen aber auf Antrag in der Mitgliederversammlung gehört werden und haben ein Recht auf Information.

 

§ 6 Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

a. Mitgliederversammlung

b. Vorstand.

c  Ausschüsse


§ 7 Mitgliederversammlung

1. Oberstes Organ ist die Mitgliederversammlung. Sie wird in der Regel vom

Vorstandsvorsitzenden geleitet..

2. Die Mitgliederversammlung stellt die Richtlinien für die Arbeit des Vereins auf und entscheidet Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören

insbesondere:

a.) Wahl und Abwahl des Vorstandes

b.) Wahl der Mitglieder weiterer Gremien.

c.) Beratung über den Stand und die Planung der Arbeit

d). Genehmigung des vom Vorstand vorgelegten Wirtschafts- und Investitionsplans

e.) Beschlussfassung über den Jahresabschluss

f.) Entgegennahme des Geschäftsberichtes des Vorstandes

g.) Beschlussfassung über die Entlastung des Vorstandes

h.) Erlass der Beitragsordnung, die nicht Bestandteil der Satzung ist

i .) Beschlussfassung über die Übernahme neuer Aufgaben oder den Rückzug aus Aufgaben seitens des Vereins

j ) Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und die Auflösung des Vereins.

 

3. Zur Mitgliederversammlung wird vom/von der  Vorstandsvorsitzenden unter Angabe der vorläufigen Tagesordnung mindestens vier Wochen vorher schriftlich eingeladen. Sie tagt so oft es erforderlich ist, in der Regel einmal im Jahr.

4. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung findet statt, wenn mindestens 25 % der

Mitglieder sie unter Angabe von Gründen verlangen. Sie muss längstens fünf Wochen nach

Eingang des Antrags auf schriftliche Berufung tagen.

5. Eine Mitgliederversammlung ist mit einfacher Mehrheit beschlussfähig sobald der zehnte Teil der Mitglieder anwesend ist.

6. Über die Beschlüsse und, soweit zum Verständnis über deren Zustandekommen erforderlich, auch über den wesentlichen Verlauf der Verhandlung, ist eine Niederschrift anzufertigen. Sie wird vom Versammlungsleiter und dem Protokollführer unterschrieben.

§ 8 Vorstand

1.

Der Gesamtvorstand des Vereins im Sinne von § 26 BGB besteht aus dem oder der 1. Vorsitzenden und dem oder der 2. Vorsitzenden.  Dem 2. Vorsitzenden obliegt die Finanzaufsicht.

 

2.

Jeder/jede von ihnen vertritt den Verein auch alleine und ist zeichnungsberechtigt.

3.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von zwei Jahren gewählt, bleibt aber so lange im Amt, bis eine Neuwahl erfolgt ist.

 

§ 9 Satzungsänderungen und Auflösung

1. Über Satzungsänderungen, die Änderung des Vereinszwecks und die Auflösung entscheidet die Mitgliederversammlung. Vorschläge zu Satzungsänderungen, Zweckänderungen und zur Auflösung sind den stimmberechtigten Mitgliedern bis spätestens einen Monat vor der Sitzung der Mitgliederversammlung zuzuleiten.

Für die Beschlussfassung ist eine Mehrheit von drei Vierteln der anwesenden Stimmberechtigten erforderlich.

2. Änderungen oder Ergänzungen der Satzung, die von der zuständigen Registerbehörde oder

vom Finanzamt vorgeschrieben werden, werden vom Vorstand umgesetzt und bedürfen keiner Beschlussfassung durch die Mitgliederversammlung. Sie sind den Mitgliedern spätestens mit der nächsten Einladung zur Mitgliederversammlung mitzuteilen.

3. 3. Bei Auflösung, bei Entziehung der Rechtsfähigkeit des Vereins oder bei Wegfall der

steuerbegünstigten Zwecke fällt das gesamte Vermögen an die:

 

Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Schalom e.V.

Postfach 75 05 66, 81335 München

und zwar mit der Auflage, es entsprechend ihren bisherigen Zielen und Aufgaben ausschließlich und

unmittelbar gemäß § 2 zu verwenden. Als weitere Auflage gilt die Verwendung für die Arbeit mit

Kinder und Jugendlichen.

 

Rottenburg, den 3. November 2013

 

 

 

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