Archiv für 2. Juli 2014

“…Wir trauern, wir üben keine Rache.”

13b164c34ac1438f979604bb79492ec9 Mit großer Bestürzung und Trauer haben wir, wie viele anderen, die Ermordung von Eyal, Gilad und Naftali zur Kenntis nehmen müssen. Wir sind sprachlos und fragen uns, wie lange das noch so gehen soll und wollen doch sprechen und uns einem Aufruf von Anat Hoffman anschließen.

Sie schreibt:

“Wieviel Böses können wir in einer so kurzen Woche ertragen ? Mit einem traurigen und schweren Herzen, das ich mit euch teile, hörte ich vom Körper des 15 Jahre alten Muhammad Hussein Abu Khdeir, der heute morgen in Jerusalem gefunden wurde. Es gab Zeichen von viel Gewalt an seinem Körper. Nun sind Unruhen in seiner Nachbarschaft in Ost Jerusalem ausgebrochen. Letzte Nacht waren die Strassen Jerusalem gesäumt mit hunderten Rufern die “Tod den Arabern” und “Rache” gebrüllt haben.

Gestern habe ich mit Millionen anderer über den Körpern von Eyal, Naftali und Gilad geweint, die von ihren arabischen Entführern ermordet wurden. Heute bleibt mir die Luft weg mit Tränen über den unschuldigen arabischen Jungen der vermutlich aus Rache ermordet wurde… Wir müssen unsere Energien in die Unterstützung der Polizei investieren, um alle Täter zu finden und ihrer Strafe zuzuführen. Dieselbe Kraft die wir benötigen, um die Mörder von Eyal, Gilad und Naftali zu finden benötigen wir auch, um die Mörder von Muhammad Hussein zu finden…

Wir trauern, wir üben keine Rache.”

 

Anat Hoffmann

“The Pluralist”

Newsletter of the Israel Religios Action Center

Israels Movement for Progressive Judasim

Weiter wird dazu aufgerufen Kondolenzschreiben an alle vier Familien zu veschicken. Wenn die Lage jetzt eskaliert, haben die Mörder von Eyal, Gilad und Naftali erreicht, was sie wollten. Auch wir befürworten eine Zerschlagung der Hamas als einer faschistischen Organsiation, die unter vielen internen Streitigkeiten nur von einem Ziel zusammengehalten wird, der Zerstörung Israels und der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung. Es ist das selbe Ziel das sich das sogeannte neue Kalifat im Irak gesetzt hat und hier bestreitet wohl kaum jemand den faschistischen Chrakter. Und trotzdem sind Kurzschlussreaktionen fehl am Platz, ebenso wie emotional und einseitig politisch geleitete Reaktionen.

An jedem Shabbat beten wir für das Land Israel:

“dass Friede an den Grenzen des Landes herrscht und Sicherheit in den Häusern aller, die dort wohnen. Der Geist der Verbundenheit und gegenseitiges Verständnis mögen alle Wunden und Verletzungen heilen.” Wir beten auch für die Weisheit derer, die das Land führen.

Diese Gebete brauchen wir dringender den je, denn wir wissen nicht, ob wir Menschen alleine die Kraft aufbringen ohne Rache, aber wehrhaft, mit Gerechtigkeit , aber für alle, wenn sie wirken soll mit Liebe für alle Menschen, die der Liebe noch fähig sind und mit dem Verzicht auf Hass und dem Einsatz von Verstand, wo uns Hass entgegenschlägt und blinde Zersstörung zu denken, zu reden und zu handeln.

Lasst den perfiden Plan der gemeinen Verbrecher die Eyal, Gilad und Naftali ermordet haben nicht aufgehen. Mögen die so unendlich schwer getroffenen Familien und Freunde, die Kraft aufbringen, das zu überstehen, was kaum zu überstehen ist. Wir können sie in unser Denken und in unsere Gebete einschließen, mit ihnen trauern und ihnen alle Kraft und doch auch Zukunft und Zuversicht wünschen, die man nur wünschen kann.

Wir können sie leider kaum trösten, noch ihren Schmerz lindern.